Diesen Monat nehmen wir euch mit zum legendären Vasaloppet, erklären, was ein Ferienhaus wirklich hundefreundlich macht, stimmen euch auf Ostern in Schweden ein – und stellen euch Karlskrona vor, eine Stadt, die sofort begeistert.

Start des Vasaloppet
© Vasaloppet

Vasaloppet – wenn Schweden auf Skiern geht

Jedes Jahr am ersten Sonntag im März passiert in der schwedischen Provinz Dalarna etwas, das man einmal gesehen haben muss: Tausende Skiläuferinnen und Skiläufer stehen in der Morgendämmerung bei Sälen an der Startlinie. 90 Kilometer durch verschneite Wälder und weite Täler, immer Richtung Mora. Das ist der Vasaloppet, der älteste und größte Skilanglaufwettbewerb der Welt. In diesem Jahr findet er am 1. März 2026 statt. Wer dabei ist, erlebt nicht nur Sport, sondern ein Stück schwedische Seele.

Ziellinie des Vasaloppet in Mora
Ziellinie des Vasaloppet in Mora
© Vasaloppet

Eine Geschichte, die unter die Haut geht

Der Vasaloppet ist mehr als ein Rennen. Es erinnert an eine Begebenheit aus dem Jahr 1521, die in Schwedens Geschichte tief verankert ist. Der junge Adelsmann Gustav Eriksson Vasa floh damals auf Skiern durch Dalarna, verfolgt von dänischen Soldaten. In Mora versuchte er, die Bevölkerung zum Aufstand gegen den dänischen König zu bewegen – zunächst vergeblich. Als die Nachricht über die Gräueltaten des dänischen Königs die Stadt erreichte, änderten die Bürger ihre Meinung. Sie schickten ihre beiden besten Skiläufer los, um Gustav in Sälen einzuholen und ihn zurückzubringen. Zwei Jahre später war Schweden frei, und Gustav Vasa wurde zum König gekrönt.

Genau diese 90 Kilometer, von Mora nach Sälen, legen die Läufer des Vasaloppet noch heute zurück, nur in umgekehrter Richtung. Das Motto über der Ziellinie in Mora fasst es treffend zusammen: „I fäders spår – för framtids segrar.“ – „In der Spur der Väter – für die Siege der Zukunft.“

Sport für alle – und Dalarna als perfektes Urlaubsziel

Was den Vasaloppet so besonders macht: Es ist kein Rennen nur für Elitesportler. Rund 16.000 Teilnehmer gehen beim Hauptlauf an den Start, darunter viele Amateure, die sich monatelang auf diesen Moment vorbereitet haben. Das Zeitlimit beträgt zwölf Stunden – wer also kein Profi ist, hat trotzdem gute Chancen, die Ziellinie in Mora zu überqueren.

Rund um den Hauptlauf findet zudem eine ganze Woche voller Veranstaltungen statt – die Vasaloppet-Winterwoche – mit kürzeren Distanzen wie dem HalvVasan über 45 Kilometer, dem TjejVasan nur für Frauen sowie Staffel- und Jugendrennen. Für viele Schweden ist der Vasaloppet ein Lebensziel. Wer als Zuschauer dabei sein möchte, findet in Dalarna eine der schönsten Winterlandschaften Schwedens: rote Holzhäuser, zugefrorene Seen und die typischen Dalarna-Pferde, die zum Symbol Schwedens geworden sind.

Ein Ferienhaus in der Umgebung ist die ideale Basis, um die Stimmung dieser besonderen Woche aufzusaugen – tagsüber am Streckenrand, abends am Kamin. Schaut ihr dieses Jahr beim Vasaloppet vorbei?

© Björn Kristersson - stock.adobe.com

Ferienhaus mit Hund – was bedeutet eigentlich „hundefreundlich“?

Wer mit seinem Vierbeiner in den Urlaub fährt, weiß: Die Suche nach dem richtigen Ferienhaus ist noch mal eine eigene Aufgabe. Darf der Hund mit? Gibt es ein eingezäuntes Grundstück? Und was heißt „hundefreundlich“ überhaupt genau? Wir haben uns das für euch einmal genauer angeschaut.

Hunde erlaubt – aber was steckt dahinter?

Viele Ferienhäuser in Schweden sind grundsätzlich offen für Hunde. Aber nicht jedes Ferienhaus, das Hunde erlaubt, erfüllt auch die Bedürfnisse, die ihr und euer Vierbeiner wirklich habt. Bei der Suche auf svensk.de könnt ihr gezielt nach Ferienhäusern filtern, die als hundefreundlich gekennzeichnet sind. Doch was genau dahintersteckt, kann von Ferienhaus zu Ferienhaus unterschiedlich sein.

Ein als hundefreundlich gekennzeichnetes Ferienhaus erfüllt bei uns mindestens eines dieser Kriterien:

  • ein eingezäuntes Terrassenareal
  • ein eingezäuntes Grundstück
  • mindestens 5.000 m² Grundstück

Schaut also immer in die genaue Hausbeschreibung – dort findet ihr alle Details zu dem, was das jeweilige Ferienhaus euch und eurem Hund konkret bietet.

Was ist euch wichtig?

Ihr kennt euren Hund am besten. Überlegt vor der Suche, was für euren Vierbeiner wirklich zählt: Braucht er ein eingezäuntes Grundstück, um sicher toben zu können? Liebt er lange Strandspaziergänge – oder ist er eher ein Waldläufer, dem Ruhe und Natur wichtiger sind als Meeresrauschen? Schweden bietet für jeden Hundetyp das Richtige: kilometerweite Sandstrände, dichte Wälder, stille Seen und weitläufige Naturschutzgebiete. Dank des Allemansrätten – dem schwedischen Jedermannsrecht – darf man mit dem Hund nahezu überall in der Natur unterwegs sein. Eine Freiheit, die man in Schweden wirklich spürt und die den Urlaub mit Vierbeiner zu etwas ganz Besonderem macht.

So findet ihr das passende Ferienhaus

Bei der Suche auf svensk.de könnt ihr unter dem Punkt „Gäste“ direkt angeben, wie viele Haustiere ihr mitbringt. Über den Filter „hundefreundlich“ lässt sich die Auswahl weiter eingrenzen. Und mit der interaktiven Karte auf jeder Hausseite könnt ihr die Umgebung genau unter die Lupe nehmen – ideal, um einzuschätzen, ob das Ferienhaus ruhig gelegen ist, Nachbarn in der Nähe hat oder direkt an einem Wanderweg liegt. Habt ihr schon ein Ferienhaus in Schweden mit eurem Hund besucht? Wir sind neugierig auf eure Erfahrungen!

© Jenny Drakenlind/Johnér/imagebank.sweden.se

Ostern im Ferienhaus – Påsk in Schweden erleben

Wenn der Schnee langsam schmilzt, die Tage spürbar länger werden und die ersten Birkenzweige zarte Knospen treiben, dann beginnt in Schweden eine der schönsten Jahreszeiten – und mit ihr das Osterfest, auf Schwedisch Påsk. Für viele Schweden ist Ostern die erste Gelegenheit des Jahres, ins Ferienhaus zu fahren. Nach dem langen Winter zieht es die Familien aufs Land, an die Küste oder in die Wälder – und ein Ferienhaus ist dabei der perfekte Ausgangspunkt.

Anders als in Deutschland – und genau deshalb so besonders

Wer Ostern in Schweden erlebt, merkt schnell: Hier läuft einiges anders als daheim. Den Osterhasen sucht man vergeblich – in Schweden bringen Osterküken oder der Hahn die Eier. Statt Schokoladenhasen gibt es Påskägg, große, bunt bedruckte Pappschachteln, gefüllt mit Süßigkeiten, auf die sich Kinder wochenlang freuen.

Besonders charmant ist der Brauch der Påskkärringar, der Osterhexen: Am Gründonnerstag verkleiden sich Kinder mit Kopftüchern, Schürzen und aufgemalten roten Wangen und ziehen von Haus zu Haus – ähnlich wie an Halloween, nur deutlich gemütlicher. Im Gegenzug für selbstgemalte Karten und Ostergrüße bekommen sie Süßigkeiten. Und damit die Hexen in der Nacht nicht ihr Unwesen treiben, wird am Karsamstag traditionell ein großes Osterfeuer angezündet – ein Schauspiel, das in vielen Orten Schwedens noch heute zum Osterfest gehört.

Påsk-Stimmung im Ferienhaus

Was Ostern im schwedischen Ferienhaus so besonders macht, ist diese ganz eigene Mischung aus Stille und Feierlichkeit. Die Häuser werden mit Påskris geschmückt – frischen Birkenzweigen, die mit bunten Federn und kleinen Anhängern verziert sind und den Frühling ins Haus holen. Auf der Ostertafel finden sich klassische schwedische Gerichte: eingelegter Hering in verschiedenen Variationen, geräucherter oder gebeizter Lachs, der unvermeidliche Kartoffelauflauf Janssons frestelse und dazu ein Glas Påskmust, eine malzige Limonade, die es nur zu Ostern in den Supermärkten gibt.

Und dann ist da noch das Wichtigste: die Ruhe. Vier freie Tage, die Natur erwacht, und kein Grund, irgendwohin zu müssen. Genau das ist Ostern im schwedischen Ferienhaus. Plant ihr schon euren Påsk-Urlaub?

Hafen von Karlskrona
© Per Pixel Petersson - imagebank.sweden.se

Kennt ihr schon Karlskrona?

Manchmal braucht es nur eine Stadt, um zu verstehen, warum man Schweden so liebt. Und Karlskrona ist so eine Stadt. Sie liegt im Südosten des Landes, in der Provinz Blekinge, verteilt auf 33 Inseln mitten im Schärengarten der Ostsee – und sie überrascht auf eine ganz eigene Art. Barocke Prachtstraßen, eine lebendige Marinegeschichte und direkt vor der Haustür: über 1.650 Inseln, Schären und Felsen, die sich über 165 Kilometer Küstenlinie erstrecken. Seit 1998 gehört der historische Marinehafen der Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe – und das ist noch längst nicht alles, was Karlskrona zu bieten hat.

Eine Stadt, die auf dem Reißbrett entstand

Karlskrona wurde 1680 von König Karl XI. gegründet – nicht als gewöhnliche Stadt, sondern als strategischer Marinestützpunkt der damaligen Großmacht Schweden. Der Generalquartiermeister plante sie sorgfältig: breite Straßen, einen riesigen zentralen Marktplatz für Militärparaden, repräsentative Barockkirchen. Der Stortorget, der zentrale Platz mitten in der Altstadt, ist mit rund 25.000 Quadratmetern der größte historische Marktplatz ganz Schwedens – flankiert von der prächtigen Fredrikskyrkan und der Trefaldighetskyrkan, beide Teil des Welterbes.

So ambitioniert war die Planung, dass Karl XI. zeitweise sogar daran dachte, Karlskrona zur neuen schwedischen Hauptstadt zu machen. Es kam bekanntlich anders – aber die Spuren dieser großen Ambitionen sind noch heute überall in der Stadt zu spüren.

Geschichte, Natur und das Meer vor der Tür

Wer sich für Schwedens maritime Vergangenheit interessiert, kommt am Marinemuseum auf der Insel Stumholmen nicht vorbei. Es gehört zu den ältesten Marinemuseen der Welt, wurde 1752 gegründet und zieht jährlich mehr als 200.000 Besucher an. Ein verglaster Unterwassertunnel mit Blick auf ein echtes Schiffswrack ist dabei nur eines der Highlights. Wer lieber draußen unterwegs ist, erkundet den Schärengarten am besten per Boot – im Sommer starten täglich Touren vom Hafen, die zu den vorgelagerten Inseln führen, darunter das beeindruckende Kungsholms Fort, das den Zugang zur Stadt mehr als 300 Jahre lang bewacht hat.

Und wer es lieber ruhig angehen möchte, auch das ist in Karlskrona wunderbar möglich. Die kleine Insel Hasslö gilt wegen ihrer vielen Sonnenstunden scherzhaft als „lilla Hawaii“ – kleines Hawaii. Ein Ferienhaus in der Region Blekinge ist der ideale Ausgangspunkt, um diese besondere Stadt und ihre Umgebung auf eigene Faust zu entdecken. Habt ihr Karlskrona schon auf dem Zettel?