Willkommen im neuen Jahr! Wir hoffen, dass das 2026 für euch ebenso fantastisch begonnen hat wie für uns. Nordlichter tanzen über Schweden und Deutschland und die Aussicht, dass es in diesem Jahr noch weitere Chancen auf dieses spektakuläre Naturschauspiel geben soll, stimmt uns hoffnungsvoll. Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr mit euch – voller schöner Schweden-Momente, neuen Entdeckungen und spannenden Geschichten, die nur darauf warten, erzählt zu werden.

Semlor
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Karneval in Schweden – die Semla-Saison ist schon in vollem Gange

Kaum hat man sich zu Jahresbeginn vorgenommen, was die Kalorienzufuhr angeht, ein wenig aufs Bremspedal zu treten, da machen schwedische Bäckereien unser Vorhaben auch schon wieder zunichte. Karneval steht vor der Tür, und auch, wenn diese Zeit im Norden nicht mit Kostümfesten, Straßenumzügen und Konfetti einhergeht, keinesfalls fehlen dürfen die leckeren Semla, das schwedische Karnevalsgebäck. Schon Wochen vor dem Faschingsdienstag, der im Schwedischen Fettisdagen heißt, gibt es diese verführerischen Leckereien in jeder Bäckerei. Das klassische Semla ist ein Weizen-Hefebrötchen, meist mit einer Prise Kardamom versehen, und einer Füllung aus Mandelcreme und Schlagsahne. Varianten mit Schokolade, Vanille, Erdbeermarmelade oder vielen weiteren denkbaren Füllungen wurden in den letzten Jahren immer beliebter – sogar ein Semla-Wrap hat die Herzen der Schweden erobert. Allein am Faschingsdienstag essen laut Schätzung der schwedischen Bäckereibranche rund 60 Prozent der Schweden mindestens eine der sahnigen Leckereien.

Dem Fettisdagen, also dem Faschingsdienstag, kam in vielen Teilen der Erde eine besondere Bedeutung in Bezug auf das Essen zu, da er der letzte Tag vor der Fastenzeit war. Fast überall schlägt sich das auch in der Bezeichnung dieses Tages nieder. Im Schwedischen wurde er als Fettisdagen (fetter Tag), im französischsprachigen Raum als Mardi Gras (fetter Dienstag) und im englischsprachigen Raum als Pancake Tuesday bezeichnet. Spätestens an diesem besonderen Tag könnte man also „ganz legal“ kalorientechnisch wieder ein bisschen Gas geben und sich schwedische Semlor schmecken lassen. 
Wie sieht es bei euch aus, seid ihr schon in der Semla-Saison angekommen?

Wintermarkt in Jokkmokk
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Wintermarkt in Jokkmokk – traditionsreiches Event im Norden Schwedens

Der hohe Norden Europas ist zu jeder Jahreszeit ein einzigartiges Reiseziel! Die historische Heimat der Sámi, der nordischen Ureinwohner, ist besonders im tiefen Winter ein Garant für Stille, Ruhe und dennoch spektakuläre Naturereignisse – oder gerade deshalb? Ein Ereignis gibt es aber jedes Jahr, das in diesen Breiten ein wahres Großereignis ist und zahlreiche Besucher aus Nah und Fern anzieht. Denn seit rund 400 Jahren treffen sich die Sámi im nordschwedischen Jokkmokk zum großen Wintermarkt. Der Wintermarkt in der historischen Heimat der Sámi ist ein traditionsreiches Fest, das jedes Jahr im Februar stattfindet, in diesem Jahr vom 5. bis 7. Februar. Das Event zieht mit seinem vielfältigen Programm zahlreiche Besucher in den 3.000-Seelen-Ort: Rentierschlittenrennen, Handwerksausstellungen und traditioneller Joik, der charakteristische Kehlkopfgesang der Sámi. In Vorträgen wird über das Leben der Sámi und deren enge Verbindung zur Natur berichtet. Besucher können aber auch Schmuck und Kleidung der Sámi entdecken sowie kulinarische Spezialitäten probieren.

Weg zum Strand
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Traumhaftes Skåne – euer nächstes Urlaubsziel

Plant ihr schon euren nächsten Urlaub in Schweden? Wie wäre denn ein Urlaub in Skåne? Denn wer einmal in Skåne war, der kommt immer wieder. So sagt man zumindest.

Die südlichste Region Schwedens ist bekannt für ihre herrliche Natur und vielfältigen Sehenswürdigkeiten. Auch kulinarische Erlebnisse kommen hier nicht zu kurz. Kajak- und Kanufreunde können die einzigartige Wildnis der Region vom Wasser aus entdecken und Wanderer erleben Skåne und deren frühgeschichtliche Denkmäler und Urwälder, zum Beispiel auf dem Skånelden-Wanderweg. Radfahrer lieben die langen gewundenen Landstraßen und verpassen sollte man auch nicht die grandiose Aussicht vom Kopparhattan im Söderåsen-Nationalpark. Wassersportler lieben die Westküste um Båstad und Torekov und Kulturfreunde sind vom spektakulären Dom zu Lund ebenso begeistert wie vom Turning Torso in Malmö, der als erster gewundener Wolkenkratzer der Welt gilt. Sehenswert sind vor allem auch der große Museumskomplex auf Malmöhus aus dem 16. Jahrhundert, das Schloss Sofiero bei Helsingborg, die älteste Burganlage des Landes, Schloss Krapperup und die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Steinsetzung Ales Stenar. Krimifans wandeln in den Straßen Ystads auf den Spuren Kurt Wallanders und auf der kleinen Insel Ven kann man sich in die spannende Geschichte von Tycho Brahe vertiefen. In Malmö, der schwedischen Stadt, die mit ihren Bewohnern aus 177 Ländern als die vielfältigste Stadt des Landes gilt, gibt es eine besonders aufregende Restaurantszene, in der sich die Vielfältigkeit widerspiegelt. Die Experimentierfreude der Kochszene Malmös hat Skåne vor Kurzem auf die New-York-Times-Liste der aufregendsten kulinarischen Ziele der Welt katapultiert.

Altstadt von Göteborg
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Kennt ihr schon Nya Lödöse?

Nya Lödöse liegt auf dem Gebiet des heutigen Göteborg und war einst eine wichtige Handelsstadt. Sie wurde 1473 als Ersatz für das weiter im Landesinneren liegende alte Lödöse gegründet und lag strategisch günstig am Fluss Götä älv. Über Jahrhunderte war Nya Lödöse Knotenpunkt für den Handel mit Kontinentaleuropa und mehrfach Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Blütezeit der Stadt endete mit der Gründung Göteborgs im 17. Jahrhundert und sie wurde zugunsten des heutigen Göteborgs aufgegeben. Archäologen entdeckten nun neben Resten eines mächtigen Walls, Stadtgraben, Stadttor und Teilen der mittelalterlichen Hauptstraße auch Überbleibsel von dicht bebauten Grundstücken und zahlreichen Parzellen für den Anbau landwirtschaftlicher Produkte. Auch nach Aufgabe der Stadt wurde das Gelände weiterhin als Ackerland und Weidefläche genutzt, Befestigungsanlagen verschwanden allmählich. Die neuen Grabungen auf dem Grundstück Olskrogen in Göteborg bringen neue Erkenntnisse zur Lebensweise der Bewohner von Nya Lödöse und zeigen, wie eng urbane Lebensformen und landwirtschaftliche Nutzung schon vor über 400 Jahren miteinander verflochten waren.